Die Sparkassen-Haftungs AG realisiert den gesetzlich vorgeschriebenen Schutz von Einlagen und Forderungen aus Wertpapiergeschäften von Mitgliedsinstituten. Darüber hinaus haben die Sparkassen bereits im Jahr 2001 auf freiwilliger Basis den Haftungsverbund der Sparkassen gegründet. Dieser geht über die gesetzlichen Vorgaben hinaus und stellt einen zusätzlichen Guthabenschutz dar.

Gesetzliche Einlagensicherung

Seit August 2015 ist in Österreich das Gesetz zur Einlagensicherung und Anlegerentschädigung (ESAEG) in Kraft. Damit sind je Kunde und Bank 100.000,00 Euro abgesichert. In einigen Sonderfällen gilt ein erhöhter Sicherungsbetrag von 500.000,00 Euro. Auch Einlagen in Fremdwährungen fallen neuerdings unter den gesetzlichen Schutz. Um Guthaben zu schützen, haben sich in Österreich fünf sektorale Einlagensicherungen gebildet. Der Sparkassen-Haftungs AG gehören die Erste Bank und die österreichischen Sparkassen, die s Bausparkasse und die UniCredit Bank Austria AG an.

Wie viel ist abgesichert?

Nach dem Gesetz zur Einlagensicherung und Anlegerentschädigung (ESAEG) werden zwei Bereiche unterschieden: Einlagen und Forderungen. Für die Einlagen gilt eine Maximalgrenze von 100.000,00 Euro. Sie greift je Person und Geldhaus. Ein Selbstbehalt im Sicherungsfall ist nicht vorgesehene. In drei Sonderfällen kann die Maximalgrenze auf 500.000,00 Euro angehoben werden. Dazu ist innerhalb von 12 Monaten nach Eintritt des Sicherungsfalls bei der Sparkassen-Haftungs AG in Wien ein Antrag zu stellen. Die rechtlichen Regelungen sehen eine Erhöhung vor, wenn Guthaben aus privat benutzten Immobilien stammen, durch eine Versicherungsleistung oder Entschädigungsleistung zustande kommen oder für bestimmte Lebensereignisse wie Heirat, Invalidität, Tod zurückgelegt wurden. Für anderweitige Forderungen gegen das Kreditinstitut ist eine Anlegerentschädigung in Höhe von 20.000,00 Euro vorgesehen. Nicht natürliche Personen tragen im Rahmen der Anlegerentschädigung einen Selbstbehalt von 10 %. Bei Wertpapieren besteht zum Beispiel immer eine Antragerfordernis. Darüber hinaus existiert weiterhin der Haftungsverbund der Sparkassen. Dieser geht mit seinen Sicherungsinstrumenten weit über die gesetzlichen Vorgaben hinaus. Außerdem ist in ihm ein Frühwarnsystem verankert.

Was ist abgesichert?
Im Rahmen der Einlagensicherung werden alle verzinsten und unverzinsten Konten bei Mitgliedsinstituten von der Sparkassenhaftungs AG geschützt. Konkret kann es sich dabei um Festgelder, Girokonten, Kapitalsparbücher, Gehaltskonten, Tagesgeldkonten und anderes handeln. Im Rahmen der Anlegerentschädigung werde das Depotgeschäft, das betriebliche Vorsorgekassengeschäft und die Portfolioverwaltung mit einem Ermessenspielraum der Bank gesichert. Der Haftungsverbund der Sparkassen kann auch andere und an dieser Stelle nicht genannte Finanzprodukte absichern.

Entwicklung der Sparkassen-Haftungs AG Einlagensicherung

Die Vorgaben nach dem Einlagensicherung und Anlegerentschädigung Gesetz (ESAEG) hat die Sparkassen-Haftungs AG vorschriftsmäßig zum August 2015 umgesetzt. Doch schon vorher bestand der Haftungsverbund der Sparkassen. Dieser wurde am 26. September 2001 ins Leben gerufen. Durch seine Schaffung wurden auch ein einheitlicher Markenauftritt, eine kalkulierte Risikopolitik und ein abgestimmtes Liquiditätsmanagement verwirklicht. Der Verbund besteht bis heute fort. Kundenguthaben genießen daher bei den Mitgliedsbanken der Sparkassen-Haftungs AG einen doppelten Schutz.

Das Wichtigste zur Sparkassen-Haftungs AG Einlagensicherung

Die Sparkassen-Haftungs AG Einlagensicherung schützt nach den gesetzlichen Vorgaben im Regelfall Einlagen bis zu 100.000,00 Euro und Forderungen aus Wertpapiergeschäften bis zu 20.000,00 Euro. Dabei tritt die gesetzlich vorgeschriebene Sicherungsanstalt zusätzlich neben dem seit dem Jahr 2001 bestehenden Haftungsverbund der Sparkassen. Letzter geht auf eine freiwillige Übereinkunft der Sparkassen zurück.