Die aktuellen Sparzinsen 01/2017

Für Sparer beginnt das Jahr 2017 im Januar mit ähnlich mageren Sparzinsen wie im alten Jahr. In der letzten Sitzung des Rates der die Europäische Zentralbank (EZB) hatte dieser den Leitzins unverändert auf 0 % p.a. belassen, auch der Einlagezins für das von Banken bei der Europäischen Zentralbank geparkte Geld blieb unverändert negativ bei etwa minus 0,4 % p.a.. Die Zinsen für die Sparer blieben davon natürlich nicht verschont. So liegt die durchschnittliche Verzinsung für Tagesgeld zu 01. Januar 2017 weiterhin auf einem Rekordtief mit etwa 0,29 % p.a und damit etwa gleichauf zur Verzinsung im Dezember 2016. Auch bei den Festgeldzinsen sieht es im Januar 2017 nicht besser aus. Ein Vergleich der Zinsen von über 30 österreichischen Banken zeigt zum Jahresbeginn eine durchschnittliche Verzinsung von etwa 1 % bei einer Laufzeit von 5 Jahren. Damit liegen auch die Zinsen für das Festgeld liegen damit auf einem ähnlich tiefen Niveau wie zuletzt im Dezember 2016.

Tagesgeldzinsen im Januar 2017 im Überblick:

Für täglich fällige Spareinlagen werden zu Jahresbeginn Zinsen in einer Bandbreite von 0,01 % p.a. (Erste Bank) und 1,00 % (ING Diba Austria für 4 Monate) beobachtet. Bei der Moneyou Bank erhält der Sparer auf das Tagesgeld 0,7 % p.a. und bei der Denizbank und der Austrian Anadi Bank immerhin noch 0,6 % p.a..

Die Zinsen für Festgelder mit 6-monatiger bis 5-jähriger Laufzeit im Monat Januar 2017:

Wer sein Geld anstatt in täglich fälliges Tagesgeld in länger laufende Sparformen wie dem Festgeld anlegt kann sich im Regelfall über etwas höhere Zinsen freuen. Je nach Anlagezeitraum besteht dann allerdings keine Möglichkeit von zukünftigen Zinserholungen zu profitieren, solange das Geld festliegt. Für Festgeld mit einer Laufzeit bis zu 6 Monaten werden aktuell im Januar Zinsen zwischen 0,1 % p.a. (BAWAG PSK) und 0,9 % p.a. (Bigbank) geboten. Bei der Denizbank gibt es 0,8 % p.a. und bei der Austrian Anadi Bank 0,71 % p.a..

Für die fünfjährigen Laufzeit liegen die Zinsen derzeit bei 0,40 % p.a. bei der BAWAG PSK und 2,00 % bei der Atlantico (Abwicklung über den Anbieter Savedo). Die Denizbank zahlt 1,45 % p.a. und die VKB Bank 0,4 % p.a für die fünfjährige Laufzeit.

Fazit, Empfehlungen, Ausblick – was sind nun gute Angebote?

Bei den aktuellen historischen Tiefstzinsen wird den Anlegern weiterhin empfohlen, das ersparte Geld nur kurzfristig mit Laufzeiten bis zu maximal 6 Monaten oder als täglich fälliges Geld anzulegen. Der Vorteil liegt darin, dass somit auf in 2017 von einigen Experten durchaus erwartete leichte Zinserhöhungen besser reagiert und neu angelegt werden kann. Wenn das angelegte Geld für einen längeren Zeitraum, beispielsweise für ein Jahr oder länger gebunden ist, besteht keine Möglichkeit von Zinserhöhungen in der Zwischenzeit zu profitieren. Fakten die für eine zumindest leichte Erholung der Zinsen in 2017 sprechen können sind:

  • Mit der am 14.12.2016 vorgenommenen Erhöhung der amerikanischen Leitzinsen in einem Zinskorridor von 0,5 % bis 0,75 % p.a. wurde ein deutliches Signal zu einem Ende der Politik des billigen Geldes gesetzt. Die wird über kurz oder lang auch eine Auswirkung auf Europa und die Entscheidungen der EZB haben.
  • Die Rohölpreise haben sich in 2016 leicht erholt und mit einem weiteren Anstieg in 2017 wird gerechnet.
  • Immer mehr ausländische Banken und Anbieter umwerben die österreichischen Sparer mit zum Teil deutlich höheren Sparzinsen als die österreichischen Banken bieten.
  • Anstieg der Inflationsraten im europäischen Raum auch für 2017 erwartet.
  • Stabilisierung der Wirtschafts- und Arbeitslosenzahlen in den südeuropäischen Ländern.

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