Sparzinsen Entwicklung

Die historische Entwicklung der Sparzinsen

Wir wissen es alle, dass die Entwicklung der Sparzinsen in den letzten Jahren nur nach unten ging und dies bestätigen auch die statistischen Daten der Nationalbank, welche Monat für Monat die Sparzinsen der österreichischen Banken erheben und diese nach verschiedenen Laufzeiten gruppieren. Seit 1995 gibt es bei der Nationalbank Daten für Privatkunden und der folgende Chart zeigt die Entwicklung der heimischen Sparzinsen eindrucksvoll. Bis Oktober 2023 stiegen die Sparzinsen deutlich von einem absolut niedrigen Niveau, seit November 2023 sinken die Sparzinsen jedoch wieder. Im Herbst 2025 stabilisierten sich die Zinsen soweit, dass es im Moment, Stand Anfang 2026 die Sparzinsen sich seitwärts bewegen.

Sparzinsen Entwicklung aktuell

Im folgenden Diagramm zeigt sich, je nach Laufzeit, wie hoch im Moment die durchschnittlichen Sparzinsen sind, verglichen mit dem Vormonat bzw. vor einem Jahr. Daraus zeigt sich, ob zuletzt, im letzten Monat die Zinsen eher nach oben oder unten gingen bzw. im Vergleich zum letzten Jahr.

Sparzinsen Entwicklung seit 1995

Verwendet werden für die Darstellung die Daten der Österreichischen Nationalbank.

Sparzinsen Entwicklung seit 2009 einzelne Laufzeiten

Linien ausblenden? Mit Klick auf die einzelnen Laufzeiten in der Legende können diese einfachst aus- bzw. eingeblendet werden. Seit April 2009 werden in einer eigenen Datenbank die Sparzinsen von ausgewählten inländischen und ausländischen Banken täglich ausgewertet über die verschiedenen Laufzeiten. Dieser Chart zeigt den Verlauf der durchschnittlichen Angebote an.

Realrendite (Sparzinsen minus Inflation)

Verwendet werden für die Darstellung der Zinsen die eigenen Daten, die seit April 2009 erfasst werden. Die Inflation ist der VPI. Diese Kennzahl für die Teuerung im Jahresabstand ist wird von der Statistik Austria veröffentlicht. Die Realrendite ist der aktuelle durchschnittliche Zinssatz der täglich fälligen Datenwerte minus dem monatlichen Inflationswert. Mehr Infos dazu weiter unten.

Zins Aktivitäten

Bisher in diesem Monat:

Im aktuellen Monat gab es die folgenden Erhöhungen bzw. Senkungen von Zinsen:

  • 148 Erhöhungen (blauer Balken)
  • -20 Senkungen (roter Balken)

  • Dabei war die durchschnittliche Erhöhung bzw. Senkung der Zinsen wie folgt:
  • ø Erhöhung lag bei 0,24 Prozentpunkte (blaue Linie, rechte y-Achse)
  • ø Senkung lag bei -0,16 Prozentpunkte (rote Linie, rechte y-Achse)

  • Neue Produkte wurden dem Vergleich hinzugefügt bzw. deaktiviert, weil beispielsweise die Aktion ausgelaufen ist oder die Bank die Laufzeit eingestellt hat. Gleichzeitig wurden in diesem Monat 9 Produkte hinzugefügt und 4 Produkte deaktiviert.

    Letzter Monat (2026-03):

    Im letzten Monat wurden

  • 81 Erhöhungen verzeichnet (blauer Balken) und
  • -12 Senkungen (roter Balken).

  • Die durchschnittliche Zinserhöhung betrug 0,21 Prozentpunkte und die durchschnittliche Zinssenkung -0,24 Prozentpunkte.

    Gleichzeitig wurden 10 Produkte hinzugefügt und 1 Produkte deaktiviert.

    Hauptdaten

    Monat Zinsänderungen Durchschnitt Zinserhöhung Durchschnitt Zinssenkung
    04.2026 Veränderungen Gesamt: 168
    Erhöhungen: 148
    Senkungen: -20
    0,236 % -0,159 %
    03.2026 Veränderungen Gesamt: 93
    Erhöhungen: 81
    Senkungen: -12
    0,211 % -0,244 %
    02.2026 Veränderungen Gesamt: 79
    Erhöhungen: 50
    Senkungen: -29
    0,187 % -0,135 %
    01.2026 Veränderungen Gesamt: 71
    Erhöhungen: 45
    Senkungen: -26
    0,145 % -0,137 %
    12.2025 Veränderungen Gesamt: 58
    Erhöhungen: 34
    Senkungen: -24
    0,218 % -0,194 %
    11.2025 Veränderungen Gesamt: 83
    Erhöhungen: 44
    Senkungen: -39
    0,157 % -0,346 %
    10.2025 Veränderungen Gesamt: 82
    Erhöhungen: 58
    Senkungen: -24
    0,232 % -0,096 %
    09.2025 Veränderungen Gesamt: 65
    Erhöhungen: 26
    Senkungen: -39
    0,170 % -0,151 %
    08.2025 Veränderungen Gesamt: 59
    Erhöhungen: 12
    Senkungen: -47
    0,121 % -0,143 %
    07.2025 Veränderungen Gesamt: 91
    Erhöhungen: 21
    Senkungen: -70
    0,192 % -0,165 %
    06.2025 Veränderungen Gesamt: 134
    Erhöhungen: 15
    Senkungen: -119
    0,125 % -0,172 %
    05.2025 Veränderungen Gesamt: 148
    Erhöhungen: 11
    Senkungen: -137
    0,172 % -0,234 %
    04.2025 Veränderungen Gesamt: 173
    Erhöhungen: 23
    Senkungen: -150
    0,289 % -0,224 %
    03.2025 Veränderungen Gesamt: 137
    Erhöhungen: 23
    Senkungen: -114
    0,182 % -0,208 %
    02.2025 Veränderungen Gesamt: 136
    Erhöhungen: 22
    Senkungen: -114
    0,195 % -0,229 %
    01.2025 Veränderungen Gesamt: 157
    Erhöhungen: 19
    Senkungen: -138
    0,135 % -0,280 %
    12.2024 Veränderungen Gesamt: 181
    Erhöhungen: 15
    Senkungen: -166
    0,205 % -0,207 %
    11.2024 Veränderungen Gesamt: 169
    Erhöhungen: 2
    Senkungen: -167
    0,080 % -0,258 %
    10.2024 Veränderungen Gesamt: 167
    Erhöhungen: 10
    Senkungen: -157
    0,281 % -0,234 %
    09.2024 Veränderungen Gesamt: 118
    Erhöhungen: 3
    Senkungen: -115
    0,283 % -0,250 %
    08.2024 Veränderungen Gesamt: 92
    Erhöhungen: 4
    Senkungen: -88
    0,400 % -0,254 %
    07.2024 Veränderungen Gesamt: 42
    Erhöhungen: 6
    Senkungen: -36
    0,292 % -0,241 %
    06.2024 Veränderungen Gesamt: 67
    Erhöhungen: 15
    Senkungen: -52
    0,248 % -0,166 %
    05.2024 Veränderungen Gesamt: 62
    Erhöhungen: 14
    Senkungen: -48
    0,261 % -0,257 %
    04.2024 Veränderungen Gesamt: 45
    Erhöhungen: 12
    Senkungen: -33
    0,349 % -0,245 %
    03.2024 Veränderungen Gesamt: 43
    Erhöhungen: 7
    Senkungen: -36
    0,236 % -0,186 %
    02.2024 Veränderungen Gesamt: 82
    Erhöhungen: 11
    Senkungen: -71
    0,353 % -0,351 %
    01.2024 Veränderungen Gesamt: 160
    Erhöhungen: 42
    Senkungen: -118
    0,426 % -0,325 %
    12.2023 Veränderungen Gesamt: 115
    Erhöhungen: 49
    Senkungen: -66
    0,486 % -0,447 %
    11.2023 Veränderungen Gesamt: 51
    Erhöhungen: 44
    Senkungen: -7
    0,285 % -0,493 %
    10.2023 Veränderungen Gesamt: 118
    Erhöhungen: 116
    Senkungen: -2
    0,428 % -0,200 %
    09.2023 Veränderungen Gesamt: 80
    Erhöhungen: 77
    Senkungen: -3
    0,342 % -0,467 %
    08.2023 Veränderungen Gesamt: 58
    Erhöhungen: 56
    Senkungen: -2
    0,308 % -0,325 %
    07.2023 Veränderungen Gesamt: 105
    Erhöhungen: 103
    Senkungen: -2
    0,360 % -0,725 %
    06.2023 Veränderungen Gesamt: 99
    Erhöhungen: 89
    Senkungen: -10
    0,381 % -0,245 %
    05.2023 Veränderungen Gesamt: 82
    Erhöhungen: 77
    Senkungen: -5
    0,361 % -0,403 %
    04.2023 Veränderungen Gesamt: 85
    Erhöhungen: 78
    Senkungen: -7
    0,459 % -0,243 %
    03.2023 Veränderungen Gesamt: 96
    Erhöhungen: 94
    Senkungen: -2
    0,384 % -0,075 %
    02.2023 Veränderungen Gesamt: 59
    Erhöhungen: 57
    Senkungen: -2
    0,299 % 0,000 %
    01.2023 Veränderungen Gesamt: 54
    Erhöhungen: 48
    Senkungen: -6
    0,398 % -0,378 %
    12.2022 Veränderungen Gesamt: 90
    Erhöhungen: 89
    Senkungen: -1
    0,405 % -1,400 %
    11.2022 Veränderungen Gesamt: 103
    Erhöhungen: 100
    Senkungen: -3
    0,475 % -0,250 %
    10.2022 Veränderungen Gesamt: 111
    Erhöhungen: 101
    Senkungen: -10
    0,378 % -0,038 %
    09.2022 Veränderungen Gesamt: 77
    Erhöhungen: 77
    Senkungen: 0
    0,408 % 0,000 %
    08.2022 Veränderungen Gesamt: 42
    Erhöhungen: 42
    Senkungen: 0
    0,390 % 0,000 %
    07.2022 Veränderungen Gesamt: 38
    Erhöhungen: 37
    Senkungen: -1
    0,306 % 0,000 %
    06.2022 Veränderungen Gesamt: 42
    Erhöhungen: 41
    Senkungen: -1
    0,214 % 0,000 %
    05.2022 Veränderungen Gesamt: 11
    Erhöhungen: 6
    Senkungen: -5
    0,153 % -0,160 %
    04.2022 Veränderungen Gesamt: 20
    Erhöhungen: 10
    Senkungen: -10
    0,173 % -0,108 %
    03.2022 Veränderungen Gesamt: 29
    Erhöhungen: 29
    Senkungen: 0
    0,119 % 0,000 %
    02.2022 Veränderungen Gesamt: 12
    Erhöhungen: 11
    Senkungen: -1
    0,127 % -0,050 %
    01.2022 Veränderungen Gesamt: 11
    Erhöhungen: 6
    Senkungen: -5
    0,083 % -0,260 %

    Produkt-Updates

    Monat Hinzugefügt Deaktiviert
    04.2026 9 4
    03.2026 10 1
    02.2026 5 5
    01.2026 4 1
    12.2025 9 6
    11.2025 5 18
    10.2025 31 0
    09.2025 7 2
    08.2025 6 2
    07.2025 12 2
    06.2025 4 3
    05.2025 4 5
    04.2025 10 11
    03.2025 0 2
    02.2025 10 6
    01.2025 10 1
    12.2024 8 4
    11.2024 10 23
    10.2024 16 5
    09.2024 11 12
    08.2024 19 9
    07.2024 12 7
    06.2024 11 5
    05.2024 5 7
    04.2024 7 4
    03.2024 13 8
    02.2024 12 14
    01.2024 15 13

    Die Zinserhöhungen und -senkungen werden in einer eigenen Datenbank mitprotokolliert und so ist es einfaches festzustellen, wie die Banken in den einzelnen Monaten die Zinsen erhöhen oder senken. Das Diagramm zeigt die Anzahl der Erhöhungen und Senkungen in den einzelnen Monaten über alle Laufzeiten (von täglich fällig bis zu einer Bindung von 10 Jahren).

    • Blauer Balken: Anzahl der Erhöhungen im Monat
    • Oranger Balken: Anzahl der Senkungen im Monat

    Als zusätzliche Info: die Linien als Indiz um wie viel es rauf oder unter ging bei den Zinsen. Berechnet werden die Linien mit den kumulierten Zinserhöhungen dividiert durch die Anzahl der Zinserhöhungen. Selbiges bei den Senkungen. Je höher die blaue Linie ist, desto höher ist im Schnitt die Erhöhung über alle Banken und Laufzeiten in diesem Monat ausgefallen.

    Sparzinsen vs. Kreditzinsen

    Hier in diesem Diagramm zeigen sich die Entwicklungen der von der OeNB gemeldeten Sparzinsen und Kreditzinsen für Neukunden. Die blauen Linien zeigen die effektiven Kreditzinsen für Konsum- und Immobilienkredite. Die roten Linien zeigen die Entwicklung der Sparzinsen für die Laufzeiten unter 1 Jahr und über 2 Jahre.

    Es zeigt sich, dass speziell die Konsumkredite sich verteuert haben in den letzten Jahren.

    Realzins in Österreich (1960 – 2023)

    realrendite
    Die Entwicklung der Realrendite seit 1960 bis 2023 – die hellblaue Fläche zeigt die Realrendite, der Einlagenzinssatz minus der aktuellen Inflation der letzten 6 Jahrzehnte

    Der Realzins ist jener Zinssatz der die Wertänderung eines Vermögens unter der Berücksichtigung der Inflation angibt. Das heißt er zeigt in diesem Fall an, wie hoch die durchschnittlichen Zinsen vor der Kapitalertragsteuer sind und wie hoch dieser dann ist, wenn die jeweils gültige Inflation davon abgezogen wird. Der Realzins klärt damit die Einschätzung der Sparer, wie viel denn tatsächlich bleibt vom aktuell gültigen Zinssatz nach Abzug der Inflation. Die OeNB hat dazu eine Auswertung über die letzten 60 Jahre gemacht und das Ergebnis ist sehr überraschend, denn es gab schon immer Perioden in denen es einen negativen Realzins gab und diese Perioden waren gar nicht mal so selten wie der nachfolgende Chart zeigt:

    Die dunkle Linie zeigt die Inflationsrate, die blaue Linie zeigt den täglich fälligen Sparzins vor Kapitalertragsteuer. Die hellblaue Fläche zeigt den Realzins, also Sparzins – Inflationsrate. Auf dieser Grafik ist gut ersichtlich, wie oft der Realzins in den letzten 60 Jahren negativ war und auch in den letzten 10 Jahren auch noch immer ist. Zeiten in denen der Realzins positiv war sind äußerst selten.

    Sparzinsen vs. Inflation

    Dieser Chart zeigt die durchschnittlichen Sparzinsen für die Bindung bis 1 Jahr laut den Daten der Oenb, gegenübergestellt mit der gemeldeten Inflation der Statistik Austria. Diese beiden Daten wurden hier von Sparzinsen.at übereinandergelegt. Die Sparzinsen sind noch vor dem Abzug der Kapitalertragsteuer (demnach müssten hier für die Netto-Zinsen nochmals um -25 % reduziert werden). Ist der blaue Bereich über dem roten Bereich, heißt, die Sparzinsen höher als die Inflation, so gibt es positive Realzinsen, ist hingegen der rote Bereich über dem blauen Bereich, so gibt es negative Realzinsen. Speziell in den letzten 10 Jahren ist der rote Bereich stets über dem blauen Bereich und somit gibt es hier nichts zu holen für den Sparer, da negativer Realzins.

    Wir wissen es alle, dass die Entwicklung der Sparzinsen in den letzten Jahren nur nach unten ging und dies bestätigen auch die statistischen Daten der Nationalbank, welche Monat für Monat die Sparzinsen der österreichischen Banken erheben und diese nach verschiedenen Laufzeiten gruppieren. Seit 1995 gibt es bei der Nationalbank Daten für Privatkunden und der folgende Chart zeigt die Entwicklung der heimischen Sparzinsen eindrucksvoll. Seit Mitte 2022 steigen die Sparzinsen endlich wieder, auf sehr niedrigen Niveau:

    Entwicklung 2021 bis 2023

    Im Jahr 2021 war die Welt noch wie wir sie kannten von den letzten Jahren. Sehr niedrige Sparzinsen und eine Inflation die sich knapp über 1 % bewegte. Das Jahr 2022 fing genau so weiter an und es kam der Einmarsch Russlands in der Ukraine. Mit diesem Krieg entstand ein Dammbruch. Die Inflation hob so richtig ab und wurde zweistellig, die Zinswende trat ein. Die EZB hob nach und nach die Leitzinsen an und damit einher ging es auch bei den Sparzinsen nach oben. Unterm Strich, wie die obige Tabelle zeigt ist es aber so, dass die Inflation viel höher ist als es die durchschnittlichen Sparzinsen sind.

    Die Realrendite, Sparzins minus Inflation, ist stark negativ und auch wenn die Inflation im Jahr 2023 in Österreich langsam zurück geht, so ist der Abstand zwischen Inflation vs. Sparzins noch immer immens. Eine positive Realrendite ist nicht in Sichtweite.

    Entwicklung 2010 –  2020

    Bis zum Jahr 2011 gab es einen kleinen vermeintlichen Lichtblick bei den Sparzinsen, denn diese stiegen wieder leicht an, doch was dann kam, war bislang unbekannt. Die Sparzinsen fielen in das bodenlose und diese Situation veränderte sich nicht mehr. In den letzten 5 Jahren fielen die Zinsen immer tiefer und so ist es im Moment Usus, dass es auf Girokonten es zu gar keiner Verzinsung des Guthaben kommt und es auf Sparbüchern und Sparkonten es nur noch eine sehr niedrige Verzinsung gibt. Die Spread zwischen Veranlagungen bis 1 Jahr bzw. 1 bis 2 Jahre ist auf eine Fast-Null geschrumpft. Nur der Abstand zu den durchschnittlichen Sparzinsen bei einer Veranlagung von 2 Jahren und mehr ist noch vorhanden. Eine Änderung des Trends zu immer niedrigeren Sparzinsen ist aktuell nicht absehbar und es sieht einfach nicht gut aus, dass in den nächsten Monaten bzw. Jahren es zu höheren Sparzinsen kommen könnte. Der Jahreswechsel von 2017 auf 2018 brachte weiter leicht sinkende Sparzinsen und auf der anderen Seite eine Inflation von über 2 % und kein Indiz, dass die Inflation in nächster Zeit sinken wird. Die persönliche Inflation kann womöglich noch höher sein. Unterm Strich gibt es nichts zu verdienen beim Sparen im Moment.

    Die beiden Jahre 2019 und 2020 waren weiterhin geprägt von niedrigen Sparzinsen. Es ging sogar noch weiter runter. Von einer Zinswende war nichts zu sehen, ganz im Gegenteil.

    Entwicklung 2001 – 2010

    Das nächste Jahrzehnt fing mit einem erneuten Rückgang der Sparzinsen an und ab 2005 gab es einen erneuten Anstieg der Sparzinsen. In wenigen Monaten kletterten die Sparzinsen bei den Banken auf neue Höhen. 4 % oder 5 % auf ein Sparbuch waren bei gutem Verhandlungsgeschick damals schon drinnen. Ein untrügliches Zeichen, dass etwas nicht passen könne war auch der Umstand, dass die Zinsen für Sparprodukte mit kürzeren Laufzeiten höher waren als für jene Sparprodukte mit einer längeren Laufzeit. Wenn Sie einen Blick auf den Chart werfen und die rote Linie verfolgen, so sehen Sie, dass sich diese stets unter der blauen und grünen Linie befindet, nur im Zeitraum rum um das Jahr 2017 geht es auf einmal kurzfristig nach oben und überholt die beiden anderen Linien. So kam das, was kommen musste. Die Situation war überhitzt und die Krise kam. Die Bankenkrise wurde zu einer Finanzkrise und vieles war nicht mehr so wie es zuvor war und die Sparzinsen fielen ins bodenlose verglichen mit den davor bekannten Höhen der Sparzinsen. Es ging gehörig runter und ein gelernter Österreicher kam auf einmal in Sparsituationen die er bislang nicht kannte.

    Entwicklung 1995 bis 2000

    Die Entwicklung von Mitte  der 90er Jahre bis 2000 war von einem leichten Rückgang der Sparzinsen bestimmt, alle Laufzeiten, welche noch größere Zinsunterschiede hatten, fielen leicht nach unten von beginnend bei ca. 4 % für Sparzinsen mit einer Laufzeit von maximal 1 Jahr bis fast auf 2 %. Je näher der Jahrtausendwechsel kam, desto höher stiegen die Sparzinsen wieder an auf das bis dahin bereits bekannt Niveau. Gabs zum Jahrtausendwechsel noch interessante Sparzinsen von fast 4 % so kam danach wieder ein Rückgang.

    Über Sparzinsen.at

    Der wohl größte und umfangreichste Sparzinsen Vergleich in Österreich mit vielen Hintergrundinformationen rund um die Themen Sparen & Zinsen.

    Seit 2009 führe ich eine Datenbank über die Sparzinsen hier in Österreich, gleich ob inländische oder ausländische Angebote. Ziel ist es für die Menschen hier in Österreich einen guten Überblick zu geben, welche Banken interessante Sparzinsen bieten, um das Maximum für das Ersparte herauszuholen.

    Andreas Greiner, Betreiber von Sparzinsen.at

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    29 Kommentare zu „Sparzinsen Entwicklung“

    1. Hallo Andreas,
      ich habe am 01.06.2021 für ein Geschäft € 4000,- Kaution bezahlt. Jetzt am 01.07.2025 endet der Mietvertrag. Wie hoch ist ca. der Betrag, den mir der Vermieter zurück überweisen muss?
      Danke im Voraus für die Hilfe!
      LG Eva

      Antworten
    2. Lieber Andreas,
      einleitend möchte ich mich für die hervorragende Arbeit, die du leistest, sehr bedanken. Ich habe eine Frage. Wäre es möglich einen Vergleich/ein Ranking von Sparkonten, bspw. Tagesgeldkonten durchzuführen, welche anhand historischer Daten dauerhaft gute Zinsen bieten? Dies wäre für diejenigen von Interesse, die kein Zinshopping betreiben möchten, sondern einfach nur eine Bank suchen, die auch in der Vergangenheit regelmäßig attraktive Zinsen zahlte. Eine Bank also, bei der man mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auch in Zukunft mit relativ soliden Zinsen rechnen kann.
      Vielen, Vielen Dank!
      Markus

      Antworten
      • Hallo Markus,

        hierzu ist kurzfristig nichts geplant. Aus der Erfahrung kann ich dir sagen, dass die Renault Bank direkt und die Santander Consumer Bank in Österreich hier in den letzten Jahren führend waren.

        Gruß,
        Andreas

        Antworten
    3. Hallo und guten Tag!
      Von Oktober 2007 bis Jänner 2014 legte ich 6000€ zur Seite. Wie hoch wäre für diesen Zeitraum der Zinsertrag gewesen?
      Danke im voraus für die Antwort!
      Martina

      Antworten
      • Hallo Christa,

        ohne Inflationsberücksichtigung, sofern diese berücksichtigt werden dürfte, wären 60.000 ATS dann 4.360,37 Euro (13,7603). Das Problem bei 1990 ist aber schon mal die Verjährung.

        Gruß,
        Andreas

        Antworten
    4. Hallo Andreas,
      welche Daten der OenB wurden für die Überlagerung herangezogen? Bei der Überlagerung Sparzinsen zu Inflation- und wurden in dieser Grafik bereits 25% abgezogen?
      Beste Grüße
      Thea

      Antworten
      • Hallo Thea,

        das sind jene Daten die im ersten Chart ersichlich sind, also die ø Zinsen bis 1 Jahr Bindung. Soweit mir bekannt, sind das alles Brutto-Daten, also vor Abzug von Steuern.

        Gruß,
        Andreas

        Antworten
      • Hallo Gerhard,

        die offiziellen Daten der OeNB werden ca. in rund 3-4 Wochen kommen. Die hinken hier bis zur Veröffentlichung immer hinten nach.
        Ich werde prüfen, ob ich auf meine Daten umsteige, denn die Inflation wird von der Statistik Austria in einer Vorabschätzung mittlerweile sehr rasch veröffentlicht und so hätten wir hier neueste Daten. Das dauert aber, bis ich mir das genauer angesehen habe.

        Lieben Gruß,
        Andreas

        Antworten
    5. Hallo, bitte um folgende Auskunft:
      Seit 1.11.1998 habe ich ein Zimmer in Untermiete vermietet, nahm dafür eine Kaution von 3 Monatsmieten (damals ATS 4700 x 3= ATS 14.100), das macht € 1.025, Nach exakt 21 Jahren soll diese Kaution verzinst zurück gegeben werden. So steht es im Untermietvertrag. Ich hatte kein Sparbuch angelegt. Nun stelle ich die jährlich schwankenden Sparzinsen fest. Zwischen 4.33 und 0.47%! Wie soll/kann eine faire Berechnung der Zinsen erfolgen?
      Vielen Dank für Ihre Antwort.
      Mit freundlichen Grüßen T

      Antworten
      • Liebe T.,

        ich würde sagen, dass man dazu am besten die Zinseszinsrechnung heranzieht und ich habe mich hier versucht, aber natürlich alles ohne Gewähr:
        https://docs.google.com/spreadsheets/d/1XatEEWflDoyiRTP79vSN4Sm-CiKAy8jplVGtvRckJ6Y/edit?usp=sharing

        Was sicherlich nicht richtig ist ist der Umstand, dass ich erst am Ende die Kapitalertragsteuer abgezogen habe, die wird jährlich abgezogen und so fällt der Zinseszinseffekt niedriger aus. Und dazu eben auch noch die Frage, ob man einen höheren oder niedrigeren Zins bekommen hätte. Aber es könnte eine Näherung sein.

        Wie habe ich es berechnet? Nun, beim Jahreszins habe ich den Monatszins errechnet indem ich die 12 Wurzel aus dem Jahreszins ziehe und multipliziere dieses Ergebnis mit dem Vormonatsergebnis und das ziehe ich dann eben bis zum August 2019 weiter, bis daher gibt es eben Daten. Danach ziehe ich die 25 % KESt ab und so gibt es ein Nettoergebnis. Das ist aber alles berechnet mit meinen bescheidenen Kenntnissen, also nochmals erwähnt, ohne Gewähr und keine Ahnung, ob das so zulässig ist.

        Liebe Grüße,
        Andreas

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      • die waren schon ersichtlich, der Chart zeigte sie an, die Tabelle war ein wenig zu breit. Nun nicht nur im Chart ersichtlich, sondern auch wieder in der Tabelle.

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    6. Wow, das nenne ich mal eine sowohl kompakte als auch übersichtliche Tabelle und historische Einordnung, Respekt. Ungefähr habe ich es mir natürlich gedacht aber diese quasi-akademische Auflistung ist da schon weitaus interessanter. Ich habr zwar angenommen, dass es schon länger auf dieser Trendlinie abläuft aber das wir uns nun quasi beinahe 20 Jahre im Negativbereich befinden, übertrifft meine künhsten Negativvorstellungen. Denke vor allem die heute noch jungen werden sich Alternativen suche müssen langfristig, sofern das Wirtschaftssystem nicht ein paar grundlegende Veränderungen durchmacht.

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      • Servus Andreas,

        ja, du hast natürlich recht, dass es Alternativen gibt. Der Wertpapierbereich ist definitiv ein spannender Bereich, nur ist die Risikoklasse gleich einmal eine andere. Ein sinnvoller Mix ist absolut empfehlenswert! Höhere Renditen heißt nämlich auch höheres Risiko. Das muss jeder für sich selbst entscheiden, ob und wenn ja, wie viel man im Wertpapierbereich investieren möchte.

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    7. Guten Tag, ich habe am 05.06.1997 für meine Mietwohnung eine Mietkaution von ATS 5500.- (€400.-) bezahlt und es würde mich interessieren, wie ich nun am Ende meines Mietverhältnisses die angefallenen Zinsen berechnen kann. Diese schwanken ja von Jahr zu Jahr und wie ich gehört habe, sollten dazu „branchenübliche Sparzinsen“ zu Grunde gelegt werden.
      Gibt es da Tabellen oder gibt es dazu vielleicht sogar einen Online-Rechner, bei welchem ich nur noch die Daten einzugeben habe und dann wird mir alles berechnet? 🙂

      Danke, Nora B.

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      • Liebe Frau Nora,

        so einen Rechner gibt es leider nicht. Was bleibt ist eine Zinseszinsrechnung bei dem aber der durchschnittliche jährliche Zinssatz selbst angegeben werden muss. Am Ende wird es ein Eckzinssparbuch gewesen sein, nach Abzug der KESt bleib wohl kaum etwas übrig. Ich hätte jetzt grob geschätzt, dass es wohl ein Nettoertrag von 30-50 Euro sind – wie viel waren es dann?

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      • Das lässt sich mit der Endwert Formel der Zinsrechnung berechnen: En = 1000 * (1 + Zinssatz)^LaufzeitJahre
        Danach noch die Kapitalertragsteuer abziehen. Ungewiss ist der Zinssatz, aber da wurden die Regeln mit Abschluss des Sparbuchs festgestelt.

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