Revolut führt gestaffelte Tagesgeldzinsen ein – bis zu 1 bis 2 % p.a. möglich je nach Abo-Modell

Jetzt hat es Revolut endlich auch in Österreich getan, ein Tagesgeldkonto eingeführt! Wer nun einen hohen Zinssatz erwartet, der wird aber jäh enttäuscht. Je nach abgeschlossenem Abo erhalten Nutzerinnen und Nutzer bis zu 2,00 % Zinsen p.a. auf täglich fällige Einlagen um es positiv zu bewerben, nüchtern betrachtet sind die meisten Revolut Kundschaften im Standard Abomodell und erhalten so 1,00 % p.a. auf das Guthaben am neuen Tagesgeldkonto. Nicht steuereinfach versteht sich natürlich, denn hinter Revolut steht die litauische Revolut Bank mit deren Einlagensicherung.

Die neuen Zinssätze gelten für Guthaben in Euro und werden laut Revolut täglich gutgeschrieben.

Die gestaffelten Zinssätze im Überblick inklusive dem jeweiligen Abo-Modell.

Im Sparzinsen Vergleich für das Tagesgeld wurde das Angebot über 1,00 % p.a. für das Standardkonto hinzugefügt. Für die anderen Abomodelle wurden die Zinssätze nicht extra hinterlegt.

Festgeldangebot gibt es bei Revolut bislang keines. Es ist unbekannt ob das Unternehmen darüber nachdenkt und gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt dieses anbieten wird.

Abo-ModellMonatsgebührJahreskostenZinssatz p.a. (auf „Zinsen“-Konto)
Standard0 €0 €/Jahr1,00 %
Plus3,99 €/Monat47,88 €/Jahr1,00 %
Premium8,99 €/Monat107,88 €/Jahr1,25 %
Metal15,99 €/Monat191,88 €/Jahr1,50 %
Ultra50 €/Monat (Intro-Preis)600 €/Jahr2,00 %

Ein Mindest- oder Höchstbetrag für verzinste Einlagen wurde bisher nicht kommuniziert. Das Tagesgeldkonto („Zinsen“) ist in der Revolut-App direkt im Hauptmenü auffindbar und kann ohne zusätzliche Eröffnung aktiviert werden. Die tägliche Verfügbarkeit des Guthabens bleibt bestehen.

Informationen aktuell nur in der App sichtbar

Auffällig ist, dass Revolut die neuen Zinssätze bislang nicht auf der eigenen Website bewirbt oder öffentlich macht. Kund:innen mit bestehendem Konto können die tagesaktuellen Zinssätze jedoch direkt in der Revolut-App einsehen – unter dem Menüpunkt „Zinsen“. Auch die Zinsgutschrift-Historie und die Vertragsbedingungen sind dort abrufbar.

Nicht steuereinfach für uns hier in Österreich

Für Nutzer:innen in Österreich gilt: Revolut ist nicht steuereinfach, da es sich um eine ausländische Bank mit Sitz in Litauen handelt. Zinserträge müssen daher eigenverantwortlich im Rahmen der Einkommensteuererklärung angegeben werden.

Einlagensicherung Litauen

Die Einlagen selbst sind laut Revolut über die staatliche Einlagensicherung Litauens bis zu 100.000 € je Person abgesichert (Einlagensicherungsfonds „Deposit and Investment Insurance“, Vilnius). Litauen hat nicht einmal 3 Millionen Einwohner und eine Riesenbank in Form von Revolut die mehr als 60 Millionen Kundschaften angeblich hat. In wie fern diese Einlagensicherung im Fall des Falles tatsächlich hält ist selbst zu beantworten.

Fazit

Mit der Einführung eines Tagesgeldkontos bietet Revolut nun auch für österreichische Kund:innen die Möglichkeit, täglich fälliges Guthaben zu verzinsen. Doch die gestaffelten Zinssätze zeigen rasch: Wer das kostenlose Standard-Abo nutzt, erhält lediglich 1,00 % p.a. – und das bei einem nicht steuereinfachen Produkt mit Einlagensicherung über Litauen. Höhere Zinsen von bis zu 2,00 % sind zwar möglich, erfordern jedoch teure Abo-Modelle wie „Ultra“ mit 600 € Jahresgebühr.

Im Vergleich zu anderen Angeboten am Markt kann Revolut damit aktuell nur begrenzt überzeugen. Transparenz fehlt zudem: Die Zinsen werden ausschließlich in der App ausgewiesen, eine offizielle Kommunikation über Website oder Newsletter gibt es nicht. Wer ohnehin Revolut-Kunde ist, kann das Angebot unkompliziert aktivieren – als Alternative zu steuereinfachen Tagesgeldkonten österreichischer Banken ist es jedoch eher nachrangig zu bewerten.

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