Als eine von fünf Sicherungsanstalten in Österreich tritt die Einlagensicherung der Banken & Bankiers auf. Sie gewährleistet, dass Anleger von Mitgliedsinstituten bei Zahlungsunfähigkeit Gelder bis zu 100.000,00 Euro erhalten.

Gesetzliche Einlagensicherung

Die gesetzliche Einlagensicherung in Österreich wird über fünf Sicherungseinrichtungen gewährleistet. Für den Bereich der Banken & Bankiers stellt dieses die Einlagensicherung der Banken & Bankiers dar. Geldhäuser, die nicht den vier anderen Instituten – nämlich Landes-Hypothekenbanken, Raiffeisenbanken, Sparkassen und Volksbanken – zugerechnet werden können und ihren Hauptsitz in Österreich haben, müssen hier Mitglied sein. Andernfalls dürfen sie nicht am Geschäftsverkehr teilnehmen. Ausgenommen von einer Mitgliedschaft sind ausländische und rechtlich unselbstständige Filialen. Die Sicherungshöhe beträgt 100.000,00 Euro je Person und Bank. Darüber hinaus ist eine Anlegerentschädigung von bis zu 20.000,00 Euro vorgesehen.

Wie viel ist abgesichert?

Es werden zwei Sicherungsfälle unterschieden: Einlagensicherung und Anlegerentschädigung. Für die Einlagensicherung gilt: Je Sicherungsfall werden maximal 100.000,00 Euro je Person und Geldhaus ausgeschüttet. Auch Zinsen, die bis zum Eintritt des Sicherungsfalles eintreten würden, fallen unter den Schutz der Einlagensicherung der Banken & Bankiers. Darüber hinaus existiert für Einlagen auch eine höhere Sicherungsgrenze. Diese beträgt 500.000,00 Euro. Dazu ist ein gesonderter Antrag zu stellen. Die Voraussetzungen für eine Ausweitung der Beträge lauten:
– Einlagen stammen aus Immobilientransaktionen von privat genutztem Wohnraum
– Einlagen sind an soziale Zwecke geknüpft, die für eine Pension, Kündigung, Heirat, Tod, Scheidung und anderes vorgesehen sind
– Einlagen stammen aus Versicherungs- oder Entschädigungsleistungen für Straftaten oder falscher Verurteilung
Im Rahmen der Anlegerentschädigung werden maximal 20.000,00 Euro ausgeschüttet. Hierfür besteht eine Antragserfordernis. Der Selbstbehalt bei nicht-natürlichen Personen beträgt 10 %.

Was ist abgesichert?
Im Allgemeinen sind sämtliche Guthaben im Rahmen der Einlagensicherung auf verzinsten und unverzinsten Konten sicher. Darunter fallen alle Girokonten, Festgeldkonten, Gehalts- und Pensionskonten und Sparbücher. Sogar Zinsansprüche aus Guthaben fallen unter die Regelung. Guthaben auf Fremdwährungskonten werden im Insolvenzfall erstattet. Liegen Gelder auf nicht legitimierten Sparbüchern, muss eine Legitimierung innerhalb von 12 Monaten nach Eintritt des Sicherungsfalls nachgeholt werden. Andernfalls kann keine Auszahlung durch die Einlagensicherung der Banken & Bankiers stattfinden. Im Rahmen der Anlegerentschädigung werden sämtlicher Forderungen gegenüber der Bank zugrunde gelegt. Dieses können bestehen durch die Verwahrung von Wertpapieren, durch die Teilnahme am Loroemissionsgeschäft, durch ein betriebliches Vorsorgekassengeschäft, durch die Portfolioverwaltung mit einem Ermessensspielraum seitens der Bank und anderem.

Was ist nicht abgesichert?
Schuldverschreibungen sind nicht durch die Einlagensicherung geschützt. Darunter fallen unter anderem Wohnbau-Anleihen, Kassenobligationen und Zertifikate. Wertpapiere werden von einem Geldinstitut lediglich verwahrt. Sie sind auf Wunsch des Kunden jederzeit auf ein anderes Depot zu übertragen. Sie unterliegen daher nicht der Anlegerentschädigung.

Entwicklung der Einlagensicherung der Banken & Bankiers Einlagensicherung

Die Einlagensicherung der Banken und Bankiers Gesellschaft m.b.H. wurde im Jahr 1988 gegründet und hat ihren Sitz in Wien. Sie gewährleistet, dass Kunden derjenigen Geldhäuser, die bei ihr Mitglied sind, nach den gesetzlichen Regeln ihre gesicherten Einlagen erhalten und Forderungen aus Wertpapiergeschäften ausgezahlt werden. Eine aktuelle Liste mit den Mitgliedern kann über die Website einlagensicherung.at eingesehen werden. Zusätzlich unterhält die Sicherungsanstalt ein Frühwarnsystem, um Schieflagen abwenden zu können. Ferner trägt sie Verantwortung für die Erhebung von Beiträgen zum Einlagensicherungsfonds. Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist in ihrer jungen Geschichte schon mehrfach aktiv geworden. So musste sie bei den Insolvenzen der BHI, Diskont Bank, Riegerbank und Trigonbank einspringen.

Das Wichtigste zur Banken & Bankiers Einlagensicherung

Die Einlagensicherung der Banken & Bankiers ist eine von fünf Sicherungsanstalten in Österreich. Im Rahmen der Einlagensicherung gewährleistet sie einen Auszahlungshöchstbetrag von 100.000,00 Euro. Bei der Anlegerentschädigung sind es 20.000,00 Euro.